Lebensraum Naturhecke  jeder Meter zählt

Hecken sind nebst Alleen, Wasserläufen und Baumgruppen wichtige Gestaltungselemente des öffentlichen Landschaftsparks. Sie bieten Vögeln Schutz, schaffen geschützte Verbindungswege für Tiere und sind Nahrungsquelle für zahlreiche Kleintiere. Unser Förderverein engagiert sich für die nachhaltige Entwicklung und Pflege dieser grünen Oase.  Insbesondere liegt uns die Erhaltung der gartenhistorischen Elemente und Strukturen des Parkes am Herzen. Dazu gehören die Alleen, die Baumgruppen, Wiesen, Wege und die Gewässer. Den Nutzen unseres Projektes zur Realisierung einer neuen Wild-/Schutzhecke im Warteggpark sehen wir insbesondere in folgenden Aspekten:

  • Schaffung von zusätzlichem Lebens- und Nahrungsraum für heimische Vögel, Insekten und übrige Kleintiere
  • Bepflanzung ausschliesslich mit heimischen Pflanzenarten
  • unser Spendenziel: die Realisierung der Wild-/Schutzhecke mit einer Gesamtlänge von 40 Metern
  • sinnvolle Teilrealisierung bereits ab 20 Metern möglich (Finanzierungsschwelle)
  • die (saisonabhängige) Bepflanzung der Hecke soll im Herbst 2017 erfolgen


Unser Verein ist davon überzeugt, dass wir mit unserem Projekt einen weiteren sinnvollen und nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung des Warteggparks leisten. Vielleicht erscheint Ihnen die Realisierung von 40 Meter Wild-/Schutzhecke auf den ersten Blick als wenig spektakulär. Aber alleine diese vermeintlich wenigen Meter bieten einer derart grossen Vielzahl von heimischen Tieren einen neuen Rückzugsort, dass wir der Auffassung sind: jeder Meter zählt!

Nach erfolgreicher Spendenfinanzierung wird das gesamte gesammelte Geld in die Realisierung der Wild-/Schutzhecke investiert. Der Standort der Hecke ist bereits sondiert und festgelegt. Er befindet sich am nördlichen Parkrand. - Die wesentlichen Realisierungsschritte gestalten sich wie folgt:

  • Spendensammlung bis Frühjahr 2017
  • Planung der konkreten Bepflanzungsform und Pflanzenarten (in Abhängigkeit des Spendenergebnisses) bis Mitte 2017
  • Kauf der Bepflanzung
  • Bepflanzung der Hecke im Herbst 2017 (Saison)
  • anschliessende Initialpflege der Bepflanzung


Die Planung sowie die Bepflanzung erfolgt mit Fachunterstützung, ist aber überwiegend durch die Freiwilligenarbeit unseres Fördervereins getragen.


Die Cabane H findet endlich ein Zuhause
Im Park wird momentan gebaut. Nach jahrelanger Odysse findet die letzte der sieben Cabane’s von Jean Nouvel, die er für die Expo 02 konzipiert hat, ihren definitiven Standort. Die Cabane No 7 – eine kleine rostrote Kapelle – stand als eine von sieben identischen Bauten an der Expo 02 auf der Arteplage «Augenblick und Ewigkeit» in Murten FR. Der Entwurf stammte (wie derjenige des imposanten Monolithen) vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel.

Der Gebäudegrundriss hat eine Dimension von 5.30m x 7.30m und wird von einem Tonnengewölbe mit einer Höhe von 5.50m überspannt. Das Objekt ist eine Stahl-Konstruktion, welche mit einer rostroten Metallverkleidung umhüllt ist. Bis auf eine kleine Türe auf der Stirnseite ist die Cabane geschlossen.

Nach Ablauf der Landesausstellung wurden die Cabanes versteigert. Sie sind an neuen Standorten in der Schweiz vertraut und dienen diversen Nutzungszwecken. Eine davon ging im Herbst 2008 als Schenkung ins Appenzellerland. Im Spätherbst 2008 schlossen sich Fachpersonen aus den Bereichen Bau und Kultur zu einer Projektgruppe zusammen mit dem Ziel, einen geeigneten Standort für die Cabane H zu finden, die Gebäudehülle zu restaurieren und sie als Ort der Kultur und Begegnung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verein Cabane H wurde im September 2009 gegründet. Der Vorstand besteht aus folgenden Personen:

  • Paul Preisig, dipl. Bauing. ETH/SIA, Teufen
  • Monika Pearson, Landschaftsarchitektin, MLA, Rehetobel
  • Ueli Rohner, Kantonsrat AR, Gärtnermeister, Heiden
  • Chris Nowak, Kulturvermittlerin, Heiden
  • Maria Schnellmann, Kulturmanagerin, Heiden
  • Esther Goude, Staad

Diverse potenzielle Standorte wurden für die Cabane H in den letzten Jahren geprüft, Verhandlungen geführt und entsprechende Nutzungskonzepte entworfen.
Der Standort im Warteggpark erwies sich aus verschiedenen Gründen als Ideal: Einbettung in eine einzigartige Umgebung, öffentlich zugänglicher Ort, ideale Infrastruktur, Park und Schloss von regionaler Bedeutung. Nach Verhandlungen und Diskussionen mit den Grundeigentümern des Schlosses Wartegg entschied sich der Verein mit den Besitzern, die Cabane H an diesem einmaligen Standort in diesen einmaligen Park zu platzieren. Ziel ist es, die Cabane H als Kulturraum zu verankern: Angesprochen wird ein regionales, überregionales und internationales Publikum mit Affinität zu Kultur, Architektur und Natur. Der Ort soll Künstler und Publikum gleichermassen anziehen und kann auch z.B. für Musikproben, Seminare, als Rückzugsort gemietet werden.

Restauration der ganzen Cabane und Platzierung im Park. Nach sorgfältiger Planung und in Absprache mit allen Ansprechpartnern (Grundbesitzer, Schloss Wartegg Betriebs AG, Gemeinde Rorschacherberg, Gemeinde Thal, Kanton St.Gallen, Förderverein Warteggpark, Kulturverein Schloss Wartegg, etc.) wird die Cabane H restauriert, mit dem Helikopter von Oberegg an seinen neuen Standort geflogen und dort wieder aufgebaut. Bei der Wahl des Standortes spielten die Topographie, die sensible Parkumgebung, die Nähe zum Schloss mit seiner Infrastruktur sowie die Zugänglichkeit eine wichtige Rolle. Der Standort im Parkgelände wurde unter Berücksichtigung von zahlreichen Aspekten ausgewählt und ist für das Projekt selbst, den Park und das Schloss gegenseitig förderlich. Wie ein Kunstobjekt ist das architektonische Kleinod nach Westen ausgerichtet. Am Rande einer sanften Geländemulde, einer Waldlichtung und Feuchtwiese zwischen Bäumen eingebettet.
Erreichbar ist die Cabane, die etwas tiefer liegend ist als das bestehende Wegnetz, über einen Holzsteg – Analog zur Situation an der Expo 02. Ein symbolträchtiges Element in vielerlei Hinsicht.

Durch ihre Geschichte und die attraktive Gebäudeform - die Raumerfahrung im Innern der Cabane erinnert an Kapellen auf den Griechischen Inseln - eignet sich der kleine, in sich gekehrte Raum vorzüglich als Raum für kulturelle Anlässe oder als Ort der Stille. Die Cabane hatte an der Expo 02 bereits eine besondere Funktion: Zusammen mit sechs «Geschwistern» entlang des Seeufers in Murten, war sie Teil der Ausstellung «un ange passe», einer künstlerischen Umsetzung von religiösen und spirituellen Themen. Als kleine Kulturzelle soll die Cabane im Warteggpark der Vernetzung dienen. Ein neutraler Ort, wo Grenzen aufgelöst werden und eine Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden der näheren und weiteren Region ermöglicht wird.


Die weisse Sitzbank aus Plastik - ein Stein des Anstosses.
von Ruben Pfanner, angehender Steinbildhauer

«Meine Abschlussprüfung als Steinbildhauer stand vor der Tür. Es war meiner Lehrmeisterin Ingrid Tekenbroek und mir ein Anliegen, dass ich eine schöne und interessante Abschlussarbeit machen kann. Die Idee für diese Arbeit tauchte am unteren Eingang des Schlossparks Wartegg auf, wo eine weisse Plastiksitzbank stand. Meine Arbeit soll Jung und Alt ansprechen, die Schönheit des Parks und seine Umgebung bewusst machen und nicht zuletzt ganz einfach ein Ort sein, wo man in Ruhe sitzen und diese Oase geniessen kann. An einigen Stellen des Schlossparkes kommt das Rorschacher Sandsteinmassiv sogar bis an die Oberfläche, so dass für mich sofort klar war, dass dieser Sandstein das Material meines Sitzobjekts sein wird. Nach mehreren Gesprächen mit dem Förderverein Warteggpark und der Stiftung Landschaftspark Wartegg betreffend Machbarkeit, Kosten, Transport und Sponsoring, suchte ich einen geeigneten Platz und entwickelte Ideen für ein Sitzobjekt, das zum Verweilen einlädt und auf gestalterischer Ebene Kontakt aufnimmt mit den Platanen der Umgebung.

Die Firma Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei AG stellt mir einen Monolith von fast zehn Tonnen zur Verfügung und die Firma Willy Dornbierer Transporte AG übernimmt den aufwändigen Transport meiner Arbeit. Bei beiden Firmen bedanke ich mich herzlichst für die sehr grosszügige Unterstützung!»